|
Auf einen Blick: Erpel: Erpeler Ley, Neutor und Stadtmauer (14. Jh.), Pfarrkirche St. Severin (13. Jh.), Rathaus (18. Jh.), Fachwerkhäuser (16.18. Jh.), Fronhof (18. Jh.), Brückentürme.
Erpel, die Alte Herrlichkeit am Fuße des Erpeler Ley (191 Meter), einem mächtigen Basaltfelsen mit schön gezeichneten Schichtungen, ist ein mittelalterlicher Rheinort mit viel historischer Atmosphäre, die leider etwas durch die Bundesstraße leidet. Ein Grund mehr, diese zu verlassen und dem Ort die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. 1500 Jahre Ortsgeschichte prägen hier den Charakter. Vom Plateau der Erpeler Ley genießt man einen einzigartigen Weitblick ins Ahrtal, die Eifel und den Westerwald. Das Panorama des Ortes ist heute noch ähnlich zu erleben, wie es Merian 1664 darstellte. Malerische Fachwerkbauten und Häuser in hochgelegenen Gärten gruppieren sich um die spätromanische Pfarrkirche St. Severin.
Die Entstehung des Ortes liegt im Dunkeln, der Ursprung des Ortsnamens verweist aber auf die Kelten. Die älteste erhaltene Urkunde stammt vom Oktober 1167. Zu Kurköln gehörig, wurde der Ort in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch eine Befestigungsmauer am Rhein und einen dornenbewachsenen Graben landseits gesichert. Im 14. Jahrhundert dann wurde eine Ringmauer errichtet. Im Jahre 1420 erhielt Erpel Marktrecht, aber seltsamerweise nie die Stadtrechte.
Sehenswert sind das Neutor und die anderen Reste der ehemaligen Stadtmauer. Vom Rheintor ist ein Torbogen in den Fronhof einbezogen. Die spätromanische Pfarrkirche St. Severin wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der farbenfreudige Innenraum der dreischiffigen Emporenbasilika enthält die Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Das Untergeschoss des Turmes stammt wohl noch von einem Vorgängerbau. In diesem machten die Gebeine der Heiligen Drei Könige 1164 Zwischenstation auf dem Weg von Mailand nach Köln. Daran erinnern die drei Kronen im oberen Feld des Ortswappens und ein Gemälde in der Kirche. Die Glocken stammen aus den Jahren 1388, 1531, 1641 und 1768. Das barocke Rathaus von 1780, die Fachwerkhäuser am Markt und in der Kölner Straße aus dem 16.18. Jahrhundert und den Fronhof des 18. Jahrhunderts sollte man sich erwandern. Gleich am Orts-eingang sind die Brückentürme der ehemaligen Ludendorffbrücke nach Remagen nicht zu übersehen.
Informationen:
|