|
Leutesdorf
|
|
|
VG Bad Hönningen, Kreis Neuwied, 65 m, 2162 E. |
|
Text aus "Der romantische Rhein" von Thomas Krämer, ©Rhein-Mosel-Verlag |
|
| Auf einen Blick: Stadtmauer (14. Jh.), Fachwerkbauten, Pfarrkirche St. Laurentius (18. Jh.), Kreuzkirche (17. Jh.). Auf unserem Weg auf der B 42 von Neuwied nach Bad Hönningen passieren wir zuerst den alten Weinort Leutesdorf, der eine Menge Geschichte aufzuweisen hat. Seit dem 6. Jahrhundert wird hier nachweislich Wein angebaut. Ludwig der Deutsche schenkte 868 den Fronhof der Fürstabtei Herford. Heute werden im barocken Fronhof Kunstausstellungen gezeigt und Feste gefeiert. Das Stadtrecht erhielt der Ort 1332. 1427 wurde nach dem Aussterben der Hammersteiner Burggrafen deren Herrschaft mit Leutesdorf zu einem kurtrierischen Amt vereinigt, 1597 war Leutesdorf Mitglied der Linzer Union, eines Bündnisses mittelrheinischer Ortschaften zur gegenseitigen Hilfe. Im Dreißigjährigen Krieg Zollstätte, kam es 1803 an den Herzog von Nassau-Usingen. Bis er 1815 von Preußen abgelöst wurde, hatte er die säkularisierten Kirchengüter des Ortes verschleudert. Schöne alte Fachwerkhäuser und Reste der Stadtmauer am Rhein, die Pfarrkirche St. Laurentius, vor allem aber die Kreuzkirche mit ihrer Krypta mit barockem Heiligen Grab sind sehenswert. Besonders berühmt ist die »Brombeerschenke« über dem Ort, um den Beerenwein geniessen zu können, sollte man aber Station machen. |
|