Burg Sterrenberg

  


Hoch über dem Rhein: Burg Sterrenberg
Burg Sterrenberg ist die ältere der beiden Burgen und zählt somit zu den ältesten Höhenburgen am Rhein. Urkundlich wird sie erstmals im Jahre 1190 erwähnt, wurde aber vermutlich schon Ende des 11. Jahrhunderts als Reichsburg erbaut. Ihre strategische Lage am Ende des Bergsporns ist geschickt gewählt, Angreifer mussten so eine beträchtliche Strecke freien Feldes überwinden, um überhaupt zur Burg zu gelangen, und der Blick über den Rhein geht ungehindert in beide Richtungen. Wichtig, denn Sterrenberg diente der Sicherung des rechtsrheinischen Teiles des »Bopparder Reiches«.
Als kaiserliches Lehen erhielten sie die Herren von Bolanden-Falkenstein, eine für diestaufischen Herrscher bedeutende Ministerialenfamilie. Sie hatten die Burg und den dazugehörigen Bopparder Zoll ab 1194/98 inne. Im Jahre 1268 wurde Burg Sterrenberg aufgeteilt. Der Versuch Werners von Bolanden, diese Teilung 1286 wieder rückgängig zu machen, wurde abgelehnt. Weitere
Aufteilungen machten den Bau einer neuen Burg, Liebenstein, nötig. Sterrenberg ging 1295 in den Besitz der Grafen von Sponheim über, kam dann ab 1315 an Balduin von Trier.
Aber schon 1568 wird die Burg als Ruine geführt. Im 18. Jahrhundert wurde das Gelände landwirtschaftlich genutzt, die Burg diente als willkommener Steinbruch, 1806 ging Sterrenberg vom Trierischen in Nassauischen Besitz, kam 1866 an Preußen und im Jahre 1946 an das Land Rheinland- Pfalz. N
ach umfangreicher Restaurierung ist ihr mittelalterliches Bild wieder vorstellbar. Neben dem quadratischen Bergfried besitzt sie eine doppelte Anlage von Schildmauern, mit Halsgräben und Zwingern gesichert, die die Burg zur Angriffsseite hin schützen. Die zweite Mauer stammt aus der Zeit Balduins. Weiter zu besichtigen ist das Anfang der 1970er Jahre wieder aufgebaute Frauenhaus mit seinem Treppenturm, die Fensterfront des ehemaligen Palas, die noch die Höhe der ehemaligen Räume erkennen lässt und, nützlich, eine Burgschenke.
     

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56341 Kamp-Bornhofen
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