Walluf

Hessen, Rheingau-Untertaunus-Kreis, 5000 E., 63-125 m


Text aus "Der romantische Rhein" von Thomas Krämer, ©Rhein-Mosel-Verlag
Auf einen Blick: Adelshöfe (18. Jh.), Pfarrkirche St. Johannis, St.-Martins-Kirche.

Wo die Südhänge des Taunus zum Rhein ein fruchtbares, altes Kulturland bilden, liegt zwischen Wiesbaden und dem Binger Loch der Rheingau mit einer Kette reizvoller Dörfer und Städte.

Walluf
Rechts des Rheins und am Stadtrand von Wiesbaden gelegen, entstand der Wein- und Fremdenverkehrsort aus den Gemeinden Ober- und Niederwalluf. Zwischen beiden Orten befand sich früher eine besondere Form der Befestigungsanlage, das »Gebück«, ein 50 Schritt breites Waldgebüsch aus Unterholz, das Angreifer abhalten sollte und konnte, da es für das Durchkommen von Reiter und Pferd zu dicht war.
Namensgebend war der Bach Walluf, an dessen Ufer Niederwalluf entstand, erstmals erwähnt 770. Dort gibt es nicht nur berühmte Rosen- und Staudengärtnereien, sondern auch einige sehenswerte Adelshöfe des 18. Jahrhunderts, die gotische Pfarrkirche St. Johannis, Teile einer Talburg aus dem 9. Jahrhundert und Ausgrabungen aus dem 5.–8. Jahrhundert.
In Oberwalluf sollte man die St.-Martins-Kirche besichtigen, in der das Bußgewand der heiligen Elisabeth von Thüringen (bis 1803 in Kloster Tiefenthal aufgehoben) zu sehen ist.